Datenaustausch: welches Potenzial für die Supply Chain?

Zwischen 2015 und 2022 wird erwartet, dass das Gesamtvolumen der erzeugten Daten um 300 vereinfacht werden soll. Der Datenaustausch ist das Herzstück von Industrie 4.0. Vorbeugende Wartung oder Produktionsautomatisierung: Viele industrielle Prozesse hängen heute von ihrer Analyse ab. Dennoch ist es notwendig, über die Mauern Ihrer Fabrik hinauszuschauen. Indem sich die Akteure der Lieferkette (Supply Chain) auf die Analyse ihrer eigenen Daten beschränken, schränken sie den Umfang ihrer Möglichkeiten ein.

Der Informationsaustausch ist ein wichtiger Motor für Leistung und Wettbewerbsfähigkeit. Reaktivität der Supply Chain, Innovation oder Risikomanagement sind nur einige der Möglichkeiten. Wie können Unternehmen von diesen zirkulierenden Daten profitieren? In welchem Zusammenhang wird data sharing verwendet?

Warum sollen Unternehmen auf Datenaustausch setzen?

Die Transparenz der Supply Chain durch den systematischen Informationsaustausch hat viele Vorteile:

  • Zusammenarbeit. Der Wissensaustausch fördert die Koordination zwischen den Partnern. Die Entfernung (geografisch, zeitlich oder informationell) ist eine der größten Herausforderungen des Supply Chain Managements (SCM). Der Aufstieg der Lösungen für den Datenaustausch ermöglicht es nun, diese Situation zu entschärfen und ein Klima von Vertrauen zwischen SC-Akteure zu schaffen.
  • Qualität & Produktionseffizienz. Dank des Datenaustauschs verfügt jedes Glied der Lieferkette über ein tiefes Wissen über seine Struktur und die Dynamik, die sie bestimmt. Die Akteure sind jederzeit in der Lage, gemeinsame Entscheidungen zu treffen, um auf eine Krisensituation zu reagieren oder Prozesse zu verbessern. Andererseits können Hersteller sicherstellen, dass die Rohstoffe oder Produktionsbedingungen den Kundenanforderungen an Qualität, Sicherheit und Ethik entsprechen.
  • Risikomanagement. GPS-Lieferkontrolle, Echtzeit-Auswertung der Geräteleistung, Lagerbestände, bessere Rückverfolgbarkeit der Ressourcen.... Die Betreiber verfügen nun über die notwendigen Mittel zur Überwachung, um die sie bedrohenden Risiken zu identifizieren und die notwendigen Lösungen bereitzustellen, bevor sie die Folgen zu spüren bekommen.
  • Kostensenkung. Der Datenaustausch zwischen den Akteuren der Lieferkette führt zu einer höheren Präzision bei der Verwaltung von Aktivitäten und Ressourcen (finanziell, personell oder materiell). So ermöglicht beispielsweise eine genaue Kenntnis der Produktions- und Verkaufsraten sowie des Ressourceneinsatzes, dass die Werke ihre Bestände und die damit verbundenen Kosten reduzieren können.

Wie geht man mit Datenaustausch um?

Die Supply Chain wird immer noch zu oft als eine Abfolge von physischen Elementen betrachtet. Wir erleben jedoch jetzt ihre Digitalisierung. Insbesondere das Internet of Things  (IoT) und die Blockchain spielen eine grundlegende Rolle in dieser Entwicklung des SCM. Der Wechsel zu einem vernetzten Modell ist dank immer kostengünstigerer Softwarelösungen nun in größerem Umfang möglich. Unabhängig von der Komplexität können Supply-Chain-Betreiber nun den End-to-End-Lebenszyklus eines Produkts verfolgen. Partner tauschen Daten auf sichere Weise entlang der gesamten Wertschöpfungskette aus.

Bevor man sich auf diesen Weg begibt, ist es besser, die bestehende Datenbank zu berücksichtigen. Wie hoch ist das Datenaufkommen? Wie werden sie erzeugt? Welche Mittel stehen für die Sammlung und Analyse zur Verfügung? Sobald diese Punkte geklärt sind, ist es notwendig, eine Infrastruktur, einen organisatorischen Rahmen zu schaffen, um sie voll auszuschöpfen. Die Daten sind nach ihrer Herkunft und Art strukturiert: öffentlich oder anonym, volatil oder persistent, usw. Es ist dann möglich, eine Strategie zu entwickeln, die auf Ihren Tätigkeitsbereich abgestimmt ist.

Produktion und Wartung

Neue vernetzte Industrielösungen (intelligente Sensoren, digitale Zwillinge, usw.) bringen eine neue Dynamik in die Wertschöpfungskette. Anpassungsfähigkeit der Produktion an Veränderungen der Nachfrage, Reaktionsfähigkeit der Instandhaltungsmaßnahmen entsprechend dem tatsächlichen Zustand der Ausstattung, Flexibilität der Versorgung entsprechend dem Bedarf an materiellen Ressourcen.

Industry 4.0-Unternehmen stellen zwei sich ergänzende Umgebungen, IIoT und Automatisierung, gegenüber, um die Produktivität zu gewährleisten. Neben der Produktionsautomatisierung können sie für ein breites Anwendungsspektrum eingesetzt werden. Aufstrebende Technologien bieten den Betreiber Echtzeit-Einblick in die Produktionskette. Die Daten werden von intelligenten Sensoren direkt am Gerät erfasst und anschließend mit leistungsfähigen Algorithmen analysiert. Sie werden dann visuell auf 3D-Schnittstellen wie Digitalen Zwillingen umgesetzt.

Im Rahmen einer vorausschauenden Instandhaltungsstrategie ermöglicht die Zirkulation dieser Ströme die Vorhersage von Ereignissen wie Störungen oder Ausfällen, aber auch ein besseres Management von Material-, Personal- oder Energieressourcen.

datenaustausch-industrielle-wartung-ips


Mobility Work CMMS-Anwender können ihre Daten mit integrierter Analysefunktionen analysieren

Industrielle Lieferanten erreichen

Marktanalyse und maßgeschneiderte Produktion

Interoperabilität und Zusammenarbeit der Systeme stehen im Mittelpunkt eines Datenaustausch-Modells. Dazu gehört insbesondere die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Bereichen des Unternehmens. Der Datenaustausch zwischen Produktions- und Einkaufsteams ist Teil dieser Logik der Flexibilität und Reaktionsfähigkeit. Wie die Produktionslinie werden auch die Bestände in Echtzeit überwacht.

Große Distributionsunternehmen wie Amazon verlassen sich bereits auf das Potenzial des IoT, um ihre Lagerbestände zu verwalten. Durch die Installation intelligenter Sensoren können Manager, die nicht am Ort sind, den Warenfluss direkt überwachen und Bestellungen vorwegnehmen. Auf die Industrie übertragen, kann so das Angebotstempo auf die Bedürfnisse der Außendienstmitarbeiter abgestimmt werden.

Neue Modelle der vernetzten Supply Chain neigen zum gegenseitigen Austausch. Der Einkauf erhält und injiziert Daten in die Produktionskette. Die Einkäufer, die stets auf den Markt achten, liefern den Teams wertvolle Informationen über die Endkunden. So basiert die Produktion auf internen Indikatoren (Kapazität und Produktionsrate), aber auch auf externen Indikatoren (Schlüsselfaktoren von Nachfrage, Markt- und Wettbewerbsbedingungen).

Die Einkaufsfunktion und Lieferantenbeziehungen

Der Datenaustausch spielt eine Schlüsselrolle bei der Beschaffung und den Lieferantenbeziehungen. Kollaborative Lösungen wie Mobility Work ermöglichen Unternehmen den Zugriff auf neue Profile. Durch die Integration des Mobility Work Hub teilen industrielle Lieferanten ihren Produktkatalog direkt mit den Anwendern unseres gemeinschaften IPS-Systems. Sie können sich dann aus der Anwendung heraus mit dem Hersteller ihrer Wahl in Verbindung setzen.

Der Datenaustausch zwischen den Partnern erleichtert nach Auftragserteilung die Logistik- und Transportaktivitäten erheblich. GPS-Tracking ermöglicht eine genaue Verfolgung der Waren während des Transports und damit eine bessere Vorausschau auf die Lieferzeiten. Das Be- und Entladen erfolgt dezentral durch die Kombination von Drohnen und 3D-Modellierungstechnologie von Gebäuden.

Durch die Automatisierung von Prozessen mit geringer Wertschöpfung auf diese Weise erzielt das Unternehmen erhebliche Einsparungen in Bezug auf Zeit und Betriebskosten.

Kundendaten

Die Supply Chain 4.0 ist ein wahrhaft virtuoser Kreislauf aber sie wäre ohne Endverbraucher nicht vorstellbar. Produktions- und Marketingstrategien werden für, aber bis zu einem gewissen Grad auch von, Kunden entwickelt. Durch die Interaktion mit ihren Produkten generieren sie eine große Menge an Daten mit hoher Wertschöpfung. Interessen, Konsumverhalten, Kaufgewohnheiten, Lieferpräferenzen…   

Es gibt keinen einzigen Kunden. Der Kundenkreis eines Unternehmens besteht in der Regel aus mehreren Profilen mit unterschiedlichen Erwartungen und Konsumgewohnheiten. Durch die Analyse von Kundenfeedback heben Unternehmen die Besonderheiten jeder Kundengruppe hervor und liefern so ein möglichst umfassendes Bild.

Mobility Work ist die erste Community-Plattform, die sich der Beziehung zwischen industriellen Lieferanten und Wartungsexperten widmet. Mobility Work Hub stellt seinen Anwendern statistische Daten über den Einsatz ihrer Produkte zur Verfügung. Diese Kundenfeedbacks ermöglichen es ihnen dann, ihr Angebot zu verbessern oder ihre Marketingorientierung zu verfeinern.

datenaustausch-felddaten-analysieren

Sammeln und analysieren Sie Ihre Felddaten aus Mobility Work CMMS

Meine Daten analysieren

Heute bringt der Datenaustausch das Versprechen von Leistung, Qualität und Flexibilität. Dennoch müssen Unternehmen ihren Umgang mit Technologie und Daten zunächst überdenken. Ihre Strategie darf nicht mehr auf einem Image des Unternehmens als isolierte Insel basieren, sondern auf einer gemeinschaftlichen Vision der Lieferkette. Nur dann können Unternehmen die Entwicklungshebel, die Daten bieten, nutzen.

Mit dem Ziel, den Austausch zwischen den Akteuren der Branche zu erleichtern, haben wir das Mobility Work Hub entwickelt. Möchten Sie mehr darüber wissen? Planen Sie eine kostenlose Demo mit unseren Teams.